
Ich arbeite präzise und auf das Zieltier abgestimmt, um den Einsatz von toxischen Stoffen so gering wie möglich zu halten.
Man bemerkt mich kaum.
Ich komme schnell und gehe erst, wenn der Schädling das auch tut
Eingeprägte Laufwege, Schmierspuren, Nagespuren und viele andere Faktoren verraten, wo und wie ein Nager in ihren Wohnraum eingedrungen ist. Diese aufzuspüren, zu bekämpfen und anschließend abzudichten führt zum Erfolg.
1. Der Klassiker: Die Hausmaus (Mus musculus)
Die Hausmaus ist klein, flink und extrem anpassungsfähig. Ursprünglich aus den Steppen Zentralasiens stammend, hat sie sich weltweit als treuer (wenn auch ungebetener) Begleiter des Menschen etabliert.
Mit einer Körpergröße von 7–10 cm, plus ein ebenso langer Schwanz bringt sie stattliche 12–30 g auf die Waage. Sie hört und kommuniziert im Ultraschallbereich und hat einen ausgezeichneten Geruchssinn. Sie ist darauf ausgerichtet, auf kurze Distanz extrem gut zu sehen und reagiert empfindlich auf jede Art von Erschütterung, ist sehr neugierig (Neophilie) und nimmt jede Umgebungsveränderung wahr.
Als wahrer Vermehrungskünstler bringt ein Weibchen es auf bis zu 8 Würfe mit 4-8 Jungen pro Jahr. Mit diesen lebt sie dann in Familienverbänden, die allesamt ihr Revier mit Urin markieren.
Den Kot verlieren sie unter dem Laufen (also ein sogenanntes Auslaufmodell). Damit sie immer genug Futter finden, prägen sie sich ihren Laufweg gut ein und verwenden diese auch immer wieder. Was bei starkem befall Schmierspuren, Urinkegel und Spuren hinterlässt. Öffnungen von ein paar millimeter reichen fürs durchschlüpfen oft aus. Sie nistet am liebsten in der Nähe ihrer Nahrung. Hier ist sie nicht wählerisch und frisst alles, was sie finden kann. Ihren Wasserbedarf deckt sie aus der Nahrung.Im Optimalen Fall begrenzt sich ihr Suchradius auf wenige Meter.
2. Die Wanderratte (Rattus norvegicus)
Die Wanderratte ist größer, kräftiger und oft aggressiver in der Verteidigung ihres Reviers als die Hausmaus. Sie ist ein hochintelligentes Tier mit komplexen sozialen Strukturen.
Mit einer Größe von 20–27 cm und einem etwas kürzeren Schwanz als der Körper lang ist, bringt sie es auf ein Gewicht von 200–500 g. Sie ist ein exzellenter Schwimmer und kann hervorragend graben. Deshalb findet man sie oft an Bachläufen, im Komposter oder unter Sträuchern.
Ein Weibchen produziert etwa 3–6 Würfe pro Jahr mit je 8–12 Jungen.
Sie sind hochgradig sozial organisiert in Rudeln von bis zu 200 Tieren. Es gibt eine klare Rangordnung. Ratten sind von Natur aus misstrauisch gegenüber Neuem (Neophobie). Dies macht die Bekämpfung schwierig, da sie neue Futterquellen oder Fallen oft tagelang meiden.
Ratten sind lernfähig, trotzdem ist “der Vorkoster” ein Mythos. Die zeitverzögerte Wirkung der Bekämpfungsmittel dient einzig und allein der Sicherheit von Nichtzieltieren.
Die bevorzugt Feuchte, kühle Umgebungen. Ihr natürlicher Lebensraum ist die Nähe von Wasser. In Städten bewohnen sie vor allem die Kanalisation, Keller und Mülldeponien.
Alles beginnt mit der Frage:
Warum? Ist die Ursache gefunden (Nahrungsmittelreste, offene Eindringmöglichkeiten, passende Nistplätze) werden Gegenmaßnahmen wie z.B. Entfernen der Nahrungsquelle und Abdichten der Eindringstellen durchgeführt.
Danach wird die Populationsstärke - also mit wievielen habe ich es zu tun, abgeschätzt. Dementsprechend wird dann entschieden, ob eine oder mehrere Bekämpfungen mittels Lebendfallen, Schlagfallen, toxischer Köder oder eine Kombination dieser Methoden durchgeführt werden müssen.
Reicht eine Bekämpfung mittels Lebendfallen oder Schlagfallen aus, werden diese mehrmals täglich kontrolliert (meist vom ihnen selbst) und bei Bedarf entleert und der Kadaver dem natürlichen Keislauf zugeführt.
Bei der Bekämpfung mittels Rodentiziden (lat.Rodentia “Nagetier”) werden zugriffsgeschützte Köderboxen entlang der Laufweg oder in der Nähe von Verstecken aufgestellt. Der Köder selbst befindet sich im Inneren der Box und ist dort gegen ein Herausfallen gesichert. Der Nager nimmt den Köder auf und stirbt einige Tage später. In der Regel erfolgt eine Nachbehandlung, in der die Köder ergänzt oder erneuert werden. Nach erfolgreicher Bekämpfung werden die Köderstellen wieder entfernt und die alten Köder ordnungsgemäß entsorgt. Im Wohnbereich ergänzt man sinnvollerweise die Bekämpfung mit einer Desinfektion, damit Kot und Urin kein Risiko darstellen
