Die Ameise - ein Superhirn auf 6 Beinen

 

Genau

Strukturiert wie die Ameise selbst, muss auch die Bekämpfung sein. Bei Staatenbildenden Insekten muss man sich Gedanken um das Warum und Wo machen

Diskret

Ameisen das wahrscheinlich größte Volk auf unserem Planeten bleibt meist unbemerkt und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Manchmal dringen sie aber in Bereiche ein, wo man sie als Schädling einstufen kann, dann ist eine Bekämpfung angesagt

Kompetent

Das Wissen über die Biologie dieses Duftgelenkten Insekts, der unterschiedlichen Arten, ihrer Nahrungspräferenzen und auch ihr Verhaltensmuster ist ein entscheidender Faktor in der Bekämpfung

Ameisen beim Vernaschen des Köders

 

Der Ameisenstaat wird durch ein komplexes Netzwerk aus chemischen Signalen mittels Duftspuren gesteuert. Ameisen leben in einer Welt der Gerüche. Über ihre hochempfindlichen Antennen (Fühler) nehmen sie Pheromone wahr, die fast alle sozialen Prozesse steuern. Hier ein paar Beispiele

 

Spuren

Kundschafterinnen markieren Wege zu Futterquellen. Je ergiebiger die Quelle, desto stärker die Duftspur.

 

Alarm

Bei Gefahr werden Stoffe abgegeben, die den Staat in Kampfbereitschaft versetzen oder zur Flucht anregen.

 

Geruch

Jeder Staat besitzt ein spezifisches chemisches Profil welcher am Panzer haftet Hier wird in sekundenbruchteilen zwischen Freund oder Feind unterschieden und entsprechend gehandelt

 

Die Schwarze Wegameise (Lasius niger) ist der häufigste Vertreter seiner Art in unseren Breiten. Man kennt sie aus dem Garten und von der Terrasse.

Sie ist extrem robust und findet sich in Städten ebenso wie im Wald. Ihr Nest legt sie meist unter Steinen oder im Boden an.  Im Gegensatz zur Waldameise hat ein Volk fast immer nur eine Königin (monogyn)  die jedoch bis zu 28 Jahre alt werden kann – ein Weltrekord unter Insekten.

Lasius niger ist auch bekannt für ihre “Viehwirtschaft” in der sie Blattläuse züchtet. Sie ernähren sich von den Ausscheidungen der Läuse, dem sogenannten Honigtau und verteidigen sie gegen ihren natürlichen Feind, den Marienkäfer und dessen Larve den “Blattlauslöwen” Manchmal tragen sie die Läuse sogar in ihr Nest, um sie dort zu überwintern.

 

Ameisen sind sehr sozial und in Kasten organisiert. Die Aufgaben sind streng verteilt. Die Königin dient hier hauptsächlich als Eierlegende, für Nachschub sorgende Maschine Die unfruchtbaren Arbeiterinnen übernehmen je nach Alter unterschiedlichste Aufgaben. Die Jungtiere widmen sich im inneren der Brutpflege und sorgen dafür, dass der Ameisenbau sauber bleibt.Ältere Ameisen fungieren als Wächter, Nahrungssucher (das sind die die ihnen meistens begegnen), oder bauen das Nest weiter aus oder um.

 

Die Ameisenbekämpfung

 

Die Ameise nutzt ihren sozialen Magen, den sogenannten Trophallaxis. Hier speichern Ameisen die Nahrung und teilen sie dann mit ihren Artgenossen, so kommt der toxische Wirkstoff in Form von kleine Fraßgelpunkten (wie am Video zu sehen) von einer zur anderen und sorgt in der Folge (sobald die Königen ebenfalls gefüttert wurde) für ein Absterben des gesamten Staates.

 

Und genau dieser Umstand macht die Bekämpfung speziell, da sie zum einen diesen Wirkstoff sehr Nahe an das Ameisennest bringen müssen (und das ist nicht immer in der Nähe der Ameisenstraße), sondern auch das Gel selbst in seiner Zusammensetzung immer frisch und für Ameisen attraktiv sein muß. Es geht uns ja nicht anders - bei einem 10 Meter langen Buffet suchen wir uns auch das aus, was am besten duftet, am schönsten aussieht und wonach uns gerade ist. Ameisen geht es da nicht anders, deshalb ist die Entfernung von alternativer Nahrung ein entscheidender Faktor.

 

Sie können eine Ameisenbekämpfung auf jeden Fall vorab mit Hausmitteln versuchen. Manchmal hilft das gründliche Abwischen mit Desinfektionsmittel entlang der Ameisenstraße. 

Falls das nicht funktioniert rufen sie mich an.